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Meine Panamericana

Von Alaska bis zur mexikanischen Grenze

  

Etappe 1:   Alaska und Yukon Territories

von Anchorage nach Skagway, Fähre nach Bellingham (WA)

Alaska Flag Song

 Eight stars of gold on a field of blue -

Alaska's flag may it mean to you;

The blue of the sea, the evening sky,

The mountain lakes and the flowers nearby;

The gold of the early sourdough's dreams,

The precious gold of the hills and streams;

The brilliant stars in the northern sky,

The Bear, the Dipper, and shining high,

The great North Star with its steady light,

Over land and sea a beacon bright.

Alaska's flag to Alaskans dear,

The simple flag of the last frontier.

North to Alaska

Text by Johnny Horton
 
Way up north, north to Alaska, way up north, north to Alaska,
North to Alaska, go north, the rush is on
North to Alaska, go north, the rush is on.

Big Sam left Seattle in the year of ninety-two,
With George Pratt, his partner, and brother Billy too.
They crossed the Yukon River and they found the bonanza gold,
Below that old white mountain, just a little south-east of Nome.

Sam crossed the Majestic mountains to the valleys far below,
He talked to his team of huskies as he mushed on through the snow,
With the northern lights a-runnin' wild in the Land of the Midnight Sun,
Yes Sam McCord was a mighty man in the year of nineteen-one.

Where the river is windin', big nuggets they're findin',
North to Alaska, go north, the rush is on.
Way up north, north to Alaska, way up north, north to Alaska,
North to Alaska, go north, the rush is on,
North to Alaska, go north, the rush is on.
...
 

 

Dienstag, 4.8.2015

Start ins große Abenteuer. Um 10 Uhr geht mein erster Flug von Miami nach Atlanta, kein bequemer Flug, denn meine Sitznachbarin nimmt noch einen Teil von meinem Sitz in Anspruch. 12 Uhr in Atlanta, hier erfahre ich, dass mein Anschlussflug mit einer Stunde Verspätung erst um 16 Uhr startet. Faszinierend ist die Aussicht beim Überfliegen der Gletschergebiete der Saint Elias Mountains im Kluane National Park mit den höchsten Bergen Kanadas, z. B. dem Mount Logan, mit 5.960 Metern zweithöchster Berg Nordamerikas.

Um 19.15 Uhr Ortszeit (Alaska Time), nach über 13 Stunden seit Abflug in Miami, betrete ich in Anchorage den Boden von Alaska. Die Stadt hat gerade ihren einhundertsten Geburtstag gefeiert (gegründet 1915 als Eisenbahnknotenpunkt) und bezeichnete sich, bis die Flugzeuge von Nordamerika ohne Zwischenlandung in Asien erreichen konnten, als "Air Crossroads of the World". In Anchorage wohnen 300.000 der insgesamt 730.000 Einwohner in Alaska.

 

Um gleich einem Irrtum von der Lage im hohen Norden vorzubeugen, Anchorage liegt auf dem gleichen Breitengrad wie Helsinki. Von meinem Hotel mit Blick über den Knik Arm auf den Mount Torbert (3.479 Meter) bekomme ich einen wunderbaren Sonnenuntergang mit, allerdings sehr spät, denn um 23 Uhr ist es noch ziemlich hell.

  

Mittwoch 5.8.2015

Bahnreise und Schiffstour

 Am Fahrkartenschalter

Um 6 Uhr stehe ich am Bahnhof und hole mein Ticket ab. Heute geht es mit der Alaska Railway nach Seward (4,5 Stunden Bahnfahrt). Mit meinem Sitznachbarn komme ich schnell ins Gespräch, er habe auch einen deutschen Namen, Liebermann, und schon sprudelt er los, was er alles von Deutschland kennt. Passend dazu: Die Schaffnerin heißt übrigens Heidi. Die Fahrt geht durch den Chugach State Park am Turnagain Arm des Golfs von Alaskas entlang.

 

Um 11 Uhr beginnt in Seward, dem Endpunkt der Alaska Railway, unsere sechsstündige Schiffstour in den Kenai Fjords National Park zur Tierbeobachtung. Puffins, Seelöwen, Seeotter, Harbour Seals und Orcas. Grauwale erkennt man an einer Wasserfontäne, wenn sie zum Luftholen an die Wasseroberfläche kommen; die Schwanzflosse scheint uns zuzuwinken, wenn der Wal dann abtaucht.

 
 Stellersche Seelöwen (Ohrenrobben)  Trottellummen (Familie der Alkenvögel)  

Das Schiff fährt sehr nahe an die Gletscher heran und es ist ein wunderbares Schauspiel, wenn der Ayalik Gletscher kalbt. Immer wieder brechen Gletscherstücke ab und fallen ins Meer. Der Ausflug war die lange Bahnfahrt wert.

 

 

Donnerstag 6.8.2015

98 Tageskilometer

Nachdem ich mich beim Automobilclub AAA in Anchorage mit dem entsprechenden Kartenmaterial reichlich eingedeckt habe (für ADAC-Mitglieder kostenlos), geht es in südlicher Richtung auf dem "Alaska 1" bis Portage parallel zu den Gleisen der Alaska Railroad Strecke nach Seward. Vorbei am Beluga Point verläuft die Route weiter über den Portage Glacier Highway durch den 4 Kilometer langen Anderson Tunnel (Maut 13 $), der von Eisenbahn und Autos gleichermaßen benutzt wird, nach Whittier zum Fährhafen, wo ich 3 Stunden vor Ablegen der Fähre die vorbestellten Tickets für das Auto und mich abholen musste.

Die fünfstündige Passage durch den Prince William Sound ist ein Erlebnis für sich. Vorbei geht es an schneebedeckten Bergen und Gletschern, von denen der größte, der Columbia Glacier (50 km lang und an der Basis 5 km breit) sich täglich um 35 Meter nach vorne bewegt. Entsprechend brechen immer wieder große Stücke ab, die dann mit Getöse ins Wasser stürzen. Wir fahren durch ein kleines Eisschollenfeld, ich erinnere mich an die Titanic. Ab und zu tauchen unterwegs Wale auf.

Man sollte es nicht glauben, der Prince William Sound war 1989 nach einer der größten Ölkatastrophen (die Exxon Valdez war hier auf ein Riff gelaufen) total mit Öl verschmutzt, die Spuren wurden in jahrelanger Arbeit beseitigt und es hat den Anschein, das alte Naturgebiet ist wiederhergestellt.

Um 19.30 Uhr erreicht die Fähre Valdez. Da der Hafen auch im Winter eisfrei bleibt, wurde hierhin 1977 der Endpunkt der Trans-Alaska-Pipeline gelegt.

Zwei große Katastrophen hat diese Kleinstadt in letzter Zeit erleben müssen: Zum einen war es die bereits erwähnte Ölkatastrophe 1989, zum anderen war es 1964 das mit dem Namen "Good Friday Earthquake" benannte Seebeben der Stärke 8,5 (das Epizentrum lag ganz in der Nähe). Die Erde hatte sich hier um 3,60 Meter verschoben und der daraus resultierende Tsunami hatte der Stadt den Rest gegeben, so dass sie an anderer Stelle wieder neu aufgebaut werden musste.

Valdez (4.000 Einwohner) ist sehr touristisch, neben den Menschen, die hier Wassersporturlaub machen, übernachten alle, die am nächsten Morgen die Fähre nehmen wollen oder wie ich abends mit der Fähre ankommen. Es gibt viele Hotels und Wohnmobil-Stellplätze, das Essen und Bedienung waren schlecht, daran konnte auch das Freibier an diesem Abend nichts ändern.

 

Freitag 7.8.2015

415 Tageskilometer

Über die "Alaska 4", den Richardson Highway, geht die Fahrt durch den Keystone Canyon mit einigen Wasserfällen bis zum Thompson Pass (816 Meter), danach bis Glenellen entlang der Alaska Pipeline und deren Pumpstationen. Ein kleiner Umweg über Copper Center, einem kleinen Dorf am Old Richardson Highway gelegen mit typischem Alaska-Charakter, ist lohnenswert. Zur Zeit des Goldrauschs Ende des 19. Jahrhunderts entstand hier ein Handelsposten für die durchreisenden Goldgräber auf dem Valdez-Fairbanks Trail. Heute dient der Ort vielen Reisenden als Ausgangspunkt zum Besuch von Amerikas größtem Nationalpark Wrangell St. Elias.

 Am Thompson-Pass
 Kapelle in Copper Center

In Glenellen biege ich auf den Glenn Highway "Alaska 1" ab, der am nördlichen Rand des Wrangell-Saint Elias National Park verläuft. Für lange Zeit kann man einen Blick auf die Wrangell Mountais mit dem Mount Sanford (4.950 Meter) werfen. Es gibt wenig Verkehr, aber die Straße weist jetzt große Schäden auf. An einer Baustelle mit „Menschenampel-Betrieb“ wird man viele Kilometer auf einer schnurgeraden Strecke mit einem Lotsenfahrzeug vorbeigeführt, damit man auch ja keine Fehler macht!

In Tok stoße ich auf den Alaska Highway (ursprünglich Alaska-Canada Military Highway), der im zweiten Weltkrieg 1942 als 2.196 km lange Versorgungsstraße der Armee in nur 8 Monaten von 11.000 Soldaten in der nordamerikanischen Wildnis im wahrsten Sinne aus dem Boden gestampft wurde.

In Young’s Motel in Tok hängen zwei Landkarten, eine von Nordamerika und eine von Europa. Die Gäste werden gebeten, ihren Heimatort mit einer Nadel zu markieren. Das europäische Ergebnis spricht für sich selbst.

Am Abend findet ein Konzert in Eddy's Frontier Theater mit Alaska Sweetgrass Musik statt. Ein junger Mann (Gitarre und Banjo) und eine junge Frau (Violine) gestalten eine unterhaltsame "Last Frontier Show" mit Songs aus Alaska, Fakten über die „Last Frontier“ und Geschichten aus der Wildnis.

   Herkunft europäischer Besucher in Tok (Alaska)

 

Samstag 8.8.2015

466 Tageskilometer

Kurz nach 8 Uhr auf dem Alaska Highway in Richtung kanadischer Grenze, 10 Grad Celsius und die Sonne scheint. Die schnurgerade, menschenleere Straße führt durch leicht hügeliges Gelände, ein Elch wechselt majestätisch von der rechten auf die linke Straßenseite. Doch bevor ich die Kamera in Position habe ist er schon wieder im Wald verschwunden.

Rechter Hand liegt der Tetlin National Wildlife Refuge. Dahinter tauchen die Saint Elias Mountains im Kluane National Park mit den höchsten Bergen Kanadas auf. Faszinierend ist der Blick auf den Mount Lucania (5.226 Meter) und Mount Hubbard (4.577 Meter).

Der Deadman Campground abseits der Straße hat allerdings keinen sehr einladenden Namen. Die Ausreise in Beaver Creek aus Kanada ist ohne Kontrolle, bei der Einreise in die USA werde ich lediglich nach Waffen, Alkohol und Tabak gefragt. Auf einem Schild der Hinweis, dass die nächste Tankstelle 200 Kilometer entfernt ist.

Hinter der Grenze wird die Straße grottenschlecht. Zunächst wird Belag grober, die Seitenmarkierungen fehlen, dann wird der Alaska Highway sogar über 70 Kilometer zur Schotterpiste. Die LKWs und SUVs können damit gut fertig werden, aber ich mit meinem normalen Midsize-Ford habe Probleme, in langsamem Tempo eine halbwegs befahrbare Piste zwischen den Schlaglöchern zu finden. Ab und zu fahre ich rechts ran und lasse mich von den schnelleren Fahrzeugen überholen. Dann kann man durch die Staubwolke die Straße nicht mehr erkennen. Zu guter Letzt kommt noch eine irre lange Baustelle mit einspuriger Verkehrsführung. Bei einer Panne wäre man hier aufgeschmissen, mein Handy meldet "Kein Netz".

Kurz vor Burwash Landing, einem ehemaligen Handelsposten während des kurzlebigen Goldrauschs von 1903, mit der „größten“ Goldwaschpfanne der Welt geht die Straße wieder in einen normalen Zustand über. Die Fahrt von hier am langen Kluane Lake ist eine der schönsten Strecken auf dem Alaska Highway und entschädigt etwas für den Streckenabschnitt davor. 

Das Raven Hotel in Haines Junction (600 Einwohner) mit französischer Küche ist einsame Spitze. Vor dem Hotel treffe ich drei verrückte Typen: den Japaner Norio Sasaki, der zu Fuß mit einem Karren vom Nordkap bis hierhin gekommen ist und für den Frieden auf der Welt läuft, sowie ein junges Pärchen, Jenna und Guillaume, die aus ihrem Beruf ausgestiegen sind, auf einem Anhänger ein kleines Haus mit allen Schikanen gebaut haben und damit unter dem Motto " Tiny House - Giant Journey" mit ihrem Hund quer durch das ganze Land fahren.(www.tinyhousegiantjourney.com).

  Der Japaner Norio Sasaki   Tiny House - Giant Journey

 

Sonntag, 9.8.2015

178 Tageskilometer

Um 8.45 Uhr wieder auf dem Alaska Highway, einsame Gegend, bis Whitehorse sind keine Orte zu sehen, lediglich einige Squirrels am Straßenrand, die sich neugierig aus ihren Löchern gewagt haben und Raben, die wahrscheinlich darauf warten, dass einige zu Neugierige auf der Straße überfahren werden. Ein kleiner Umweg über den Old Alaska Highway bringt mich zum Indianerdorf Champagne, 12 Kilometer abseits der Hauptstraße. Champagne (Historic Mile 974) war ehemaliger Treff- und Handelspunkt der Alaska und Yukon Indianer, wegen einer Epidemie durch unbekannte Krankheiten, von Straßenbauarbeitern während der Bauphase des Alaska Highways 1942 eingeschleppt, schrumpfte aber die indianische Bevölkerung auf ganze 8 Einwohner!

 Ground Squirrel  Champagne  Autofriedhof in Champagne

Wie einsam es in den Yukon Territories insgesamt ist (flächenmäßig um 33% größer als Deutschland), kann man daran erkennen, dass allein in der Hauptstadt Whitehorse mit 24.000 Einwohnern  drei Viertel der Gesamtbevölkerung lebt. Der Name "Whitehorse" (Schimmel) stammt von der weißen Gicht, die wie die Mähne eines weißen Pferdes aussah und der wilde Yukon River hier hatte, bevor er durch einen Staudamm beruhigt und schiffbar gemacht worden war. Der letzte Schaufelraddampfer, die "Klondike", die bis 1955 ihren Dienst auf dem Yukon River getan hat, ist an Land aufgedockt und zu besichtigen. Eine früh gebuchte Kayaktour auf dem Yukon wurde leider abgesagt, da ich der einzige Kayaktourist an diesem Tag gewesen wäre.

 

Das MacBride Museum of Yukon History informiert sehr gut über das Goldwaschfieber in den Yukon Territories und die Gründerjahre von Whitehorse. Die Goldsuche war schon eine harte Sache, und viele gingen ärmer nach Hause als sie gekommen waren (wenn überhaupt). Erzählt werden hier einige Geschichten von Goldgräbern, so auch von einer Frau, die gemeinsam mit ihrem Mann und ihrem Schwager eine Goldmine fand und zur Millionärin wurde. Als sie sich von ihrem Mann trennen wollte, der von einer Reise eine neue Frau mitgebracht hatte, und ihren Anteil am Vermögen einforderte, verweigerte der Mann ihr dies mit der Begründung, sie habe keinen Anspruch auf das Geld, sei ja nicht mehr seine Frau. So war das mit den Rechten der Frauen zur damaligen Zeit. 

"Für alle, die ihren Träumen folgen" So machte man kurzen Prozess mit Halunken ...

  

Montag, 10.8.2015

182 Tageskilometer

Zunächst noch 20 km ostwärts auf dem Alaska-Highway, dann geht es südlich weiter auf dem Klondike-Highway, der Route der Goldgräber von 1897.

   Auf dem Klondike Highway Emerald Lake

War es auf dem Alaska-Highway noch etwas belebter, ist es jetzt viel ruhiger, man hat die Straße wieder fast für sich allein. Nach 40 km erreicht man den Emerald Lake mit seiner traumhaft schönen blaugrünen Farbe, die durch Reflektion des Sonnenlichts an einer weißen Mergelschicht auf dem Seeboden erzeugt wird.

Die kleine Stadt Carcross (früher Caribou Cross) mit einer winzigen Eisenbahnstation der White Pass und Yukon Route wird passiert, über die Uferstraßen des Tagish Lake und des Tutshi Lake erreicht man bei Fraser die kanadische Grenzstation (Ausreise ohne Kontrolle). Hier am White Pass (880 Meter hoch), oberhalb der Baumgrenze, wird es sehr nebelig und es fängt an zu regnen.

Alte Lok in Carcross  Tagish Lake  White Pass

Der amerikanische Grenzposten ist erst 10 km vor Skagway. Im Kofferraum sind keine Waffen, kein Alkohol und keine Tabakwaren, also darf ich die Grenze passieren. Erst jetzt bessert sich die Sicht, die Straße wird kurvig und führt steil bergab. 

Skagway wurde 1897 gegründet und war die erste Hauptstadt von Alaska. Zwei Jahre später war die Einwohnerzahl schon auf 20.000 angewachsen. Heute halten sich in der Stadt außer den 900 Einwohnern die Besatzungen von drei großen Kreuzfahrtschiffen und von vielen Bussen mit Tagestouristen auf.

Skagway, der Name stammt von den Ureinwohnern und bedeutet "windiger Platz" war der ideale Hafen für die Goldsucher, die das Geld besaßen, sich 1897 von Seattle oder sogar San Francisco eine Schiffspassage leisten zu können, um sich somit den langen Landweg zu ersparen. Weiter ging es dann über den White Pass zunächst zu Fuß, später mit der White Pass and Yukon Railway bis Whitehorse und dann mit dem Schiff bis zur Goldgräberstadt Dawson City. Hier war dann der Traum von über 100.000 Goldsuchern nach wenigen Jahren schnell zu Ende, und manche waren hinterher ärmer als zuvor. Heute verstehen die Einwohner Goldrausch den Verkauf von Goldschmuck und Juwelen an die Touristen und locken mit übergroßen Rabatten, Souvenirs und den typischen Mitbringsel aus Alaska - oft "made in China".

Ich gebe meinen Mietwagen nach 1.139 Kilometern ab und beziehe meine Kabine auf der Fähre „MV Columbia“. Um 16.45 Uhr legt die Fähre ab, um am Panhandle von Alaska (800 Kilometer) und an der kanadischen Westküste vorbei bis zum nordwestlichsten Zipfel der USA in Bellingham, auf der sogenannten Inside Passage zu fahren. Die Fähre vibriert im Speiseraum, in der Kabine, irgendwann merkt man es nicht mehr.

 

Dienstag, 11.8.2015

auf See

Die M/V Columbia ist das größte und damit Flagschiff des Alaska Ferry Systems, 126 Meter lang und kann neben den 66 Crewmitgliedern bis zu 600 Passagiere aufnehmen. Sie hat Kabinen mit 294 Betten, außerdem haben auf der Fähre 134 Pkws Platz, wenn keine Lkws und Vans darunter sind.

 Weg der Fähre  Deckplan der MV Columbia

Einmal wöchentlich fährt die Columbia die Inside Passage von Skagway (Alaska) nach Bellingham im Staat Washington (1.738 km) als Fähre oder Versorgungsschiff zu den Inseln oder auch Städten auf dem Festland ohne Straßenverbindung zum Hinterland und benötigt dafür mit Zwischenstopps 86 Stunden. Interessant wird es an den Fähranlegestellen, es braucht jedes Mal ungefähr zwei Stunden bis alles ent- und wieder verladen ist.

Kurz nach Mitternacht legt die Fähre in Juneau, mit 33.000 Einwohnern zweitgrößte Stadt Alaskas, an. Hier wurde 1880 durch die ersten Goldfunde der Goldrausch ausgelöst. Juneau ist seit dem Jahr 1959, in dem Alaska als 49. Staat in die Vereinigten Staaten aufgenommen wurde, Hauptstadt von Alaska, hat aber keine Straßenverbindung zum Hinterland.

Wir befinden uns im Tongass National Forest (mit einer Fläche von 69.000 km² der größte Nationalforst des Landes), kaum Besiedlung, ab und zu ein Fischerboot. Wir bahnen unseren Weg zum Teil sehr langsam durch die Inselwelt, knapp an kleinen Inseln und Untiefen vorbei. Die Inseln sind bis zum Ufer dicht mit Nadelbäumen bewachsen.

Man kann sich aber auch bei diesem Wetter im Außenbereich der Fähre aufhalten, im "Solarium", das ist ein überdachter und windgeschützter Bereich mit Wärmestrahlern unter dem Glasdach. Einige Personen übernachten hier auf Liegen oder Hängematten, die wahren Naturburschen oder Naturmädel zelten sogar auf einem der Außendecks. Um die Mittagszeit legt die Fähre in Sitka an, eine Stadt direkt am Pazifischen Ozean.

 

Auf der Columbia wird der Aufenthalt angenehm gemacht, neben Aufenthalts- und Leseräumen am Bug des Schiffs, einem Entertainment-Raum und einer Spielecke für Kinder gibt es eine Cafeteria und feines Speiserestaurant. Die Schiffscrew einschließlich der Bedingungen im Restaurant sind Angestellte des Staates Alaska und dürfen laut Korruptionsgesetz des Staates keine Tips (Trinkgelder) annehmen, darauf wird überall hingewiesen.

 

Mittwoch, 12.8.2015

auf See

Nach Aufenthalten in der Nacht in Petersburg und Wrangell legt die Fähre am Morgen in Ketchikan an. Die Stadt liegt auf einer Insel, hat 8.300 Einwohner und ist damit fünftgrößte (!) Stadt Alaskas. Heute kommen die Passagiere von drei großen Kreuzfahrschiffen und einer Fähre (das sind wir) dazu.

Die Sonne hat die Wolken durchbrochen, die 3,5 Kilometer gehe ich zu Fuß zur Downtown. Überall Anmacher, die die Touristen in die Gold- und Schmuckgeschäfte locken wollen. Dankbar nehmen die Kreuzfahrer auch die vielfältigen Angebote zur Zerstreuung an wie z. B. die "landestypische" Alaskan Lumberjack Show (Baumhacken, Baumsägen, Baumklettern) oder die Brücken-Angel-Tour.  

     Japanisches "Rudelangeln"

Die Creek Street im historischen Stadtviertel, seit 2014 im National Register of Historic Places und heute ein Wohn- und Geschäftsbereich, war zunächst ein Tlingit Fish Camp, mit einer Sägemühle, einigen Kneipen und anderen "bawdy houses". Bis 1954 war diese Straße ein Rotlichtviertel, das Haus Nr. 5 (Dolly's House) war sogar registriert als Dance Hall und einziges Freudenhaus in Alaska. Eigenartig und belustigend zugleich, wie in einem Staat der erzkonservativen Frau Palin das Gewerbe erläutert wird und eine Stadt stolz Werbung mit einem Bordell macht.

 

 

   

 

Von der Creek Street zweigt ein Weg in die Berge ab, der "Married Man's Trail", versteht sich von selbst, dass er steil und steinig ist. Ich entdecke auf einem Bieretikett ein Stück Heimat, das Alaskan Summer Ale der Alaskan Brewing Company in Juneau ist ein "Kölsch-Style Ale".

Um 17 Uhr legt unsere Fähre wieder ab, ich genieße einen herrlichen Sonnenuntergang auf See.

 

 

Donnerstag, 13.8.2015

auf See

Ein sonniger Tag, die See ist sehr ruhig. Ab und zu begleiten uns Delphine, Orcas bleiben in einiger Entfernung vom Schiff. Als wir in die Johnstone Street einbiegen wird es direkt wärmer, sommerlich warm. Die Zelte auf den Decks werden schon abgebrochen, man kann heute Nacht wohl im Freien übernachten.

Plötzlich taucht neben der Fähre ein kleines Sportboot auf, gesteuert von einem Trompeter, der uns die amerikanische Nationalhymne auf seine Art und Weise intoniert.

Das Ufer von Vancouver Island wird bewohnter, auf der Festlandseite erscheinen die Gletscher sowie die Drei- und Viertausender der Pacific Ranges. Wir kommen in die Street of Georgia, fahren direkt auf Vancouver zu.

 

 

Etappe 2:   Washington, Idaho, Montana, Wyoming (Durch die Berge)

von Bellingham (WA) zum Yellowstone National Park (WY)

 

Freitag, 14.8.2015

605 Tageskilometer

Um 8 Uhr (Pacific Time) legt die Fähre in Bellingham (WA) an. Mit dem Taxi zum Flughafen, um den Mietwagen abzuholen, ein ziemlich neuer Jeep Cherokee.

Über den US Hyw 5 geht es zunächst in südlicher Richtung 50 km bis nach Burlington, und da die Wolken heute nicht so tief hängen, fällt hier die Entscheidung für die "Washington 20" durch den North Cascades National Park. Und tatsächlich, nach wenigen Meilen reißt die Wolkendecke auf und verspricht einen Sonnentag mit guter Sicht.

     North Cascades National Park

Der North Cascade Highway schraubt sich kurvenreich, stetig nach oben, von Meereshöhe bis zum Washington Pass in 1.650 Metern Höhe. Die Straße verläuft entlang dem Skagit River, vorbei an kleinen Wasserfällen und Stauseen mit brilliantem grünem Gletscherwasser, von denen der türkisfarbene Diablo Lake wohl der schönste ist (Overlook: Hwy 20, Mile Marker 132).

 

Nach den Pässen öffnet sich das Gebirgstal, das Land wird weiter, Pferde- und Rinderland, die Schilder mit der Warnung vor Elchwechsel werden zu Warntafeln vor Viehtrieb.

In Winthrop sehen alle Häuserfronten in der Stadt so aus wie wir es aus den Wildwest-Filmen Filmen kennen, selbst das Hospital, die Tankstellen(!) und das Haus des Arztes - natürlich eine Touristenstadt.

 

 

     Überall trifft man alte Bekannte

Hinter Winthrop braune und verdorrte Wiesen, vor wenigen Jahren muss hier ein riesiger Waldbrand gewütet haben, ganze Wälder sind abgebrannt, Bäume, die nicht gefällt worden sind, weisen unterhalb der Baumkronen an der Rinde und den Ästen noch die Brandspuren auf. Und auch heute ist laut Warnung der Park-Ranger die Waldbrandgefahr "very high". Kein Wunder, denn von den 18 Grad heute Morgen an der Pazifikküste ist das Thermometer jetzt auf 35 Grad geklettert.

In Omak biege ich auf die WA 155 in das Colville Indianer Reservat ab. Hier die gleiche vertrocknete Landschaft wie zuvor. Erst hinter Coolee mit seinem riesigen Staudamm verändert sich die Landschaft, eine schnurgerade und leicht wellige Straße durch Getreidefelder, soweit das Auge reicht.

   Columbia River  Grand Coolee Dam

Plötzlich 6 Warntöne im Radio und auf meinem Handy: "Dust Storm Warning in this area til 11 pm, avoid travel". Und tatsächlich, was ich für Dunst am Himmel hielt erwies sich als Staubwolken aus feinsten Sandkörnern. Der heftige Wind hier auf der Hochebene, der über die abgeernteten Felder wehte, war dafür verantwortlich. Beim Aussteigen aus dem Auto hatte man sogleich feinsten Sand in den Augen, trotz Sonnenbrille. Diese Sandwolken verdunkelten den Himmel derart, dass die Landschaft in einem gespenstigen Licht erschien, und um 18.30 Uhr an meinem Tagesziel in Coeur d'Alene war es schon fast dunkel.

 

 

Samstag, 15.8.2015

371 Tageskilometer

Coeur d'Alene ist eine von Bergen umgebene, wunderschöne Gartenstadt am gleichnamigen See. Der Golfplatz am Ufer weist eine lustige Besonderheit auf, das vierzehnte Loch: Der Abschlag liegt im Uferbereich, das Grün auf einer Insel im See. Man muss dann mit einem "Putter Boat" übersetzen, um einzuputten, wenn man denn das Grün auf der Insel getroffen hat.

Insel mit dem Putting Green (14. Loch)  Coeur d'Alene

Um 11 Uhr geht es dann auf die US 90 in östlicher Richtung. Zunächst verläuft der Highway am Coeur d'Alene Lake entlang, es geht ins Gebirge, Nadelwälder säumen den Straßenrand. Im Winter scheint hier sehr viel Schnee zu liegen, denn immer wieder stehen Flashing Boards an der Seite, die eine Weiterfahrt nur mit Schneeketten erlauben. Plötzlich dringt beißender Qualm ins Innere meines Wagens, rechts der Straße ein Waldbrand.

In Wallace verlasse ich kurz den Highway, um auf der alten US 90 durch die "Silver Capital of the World" zu fahren. Die Durchfahrt durch die Stadt ist heute allerdings gesperrt, ein "Fill the Boot" Straßenfest der Feuerwehr findet statt. Dabei stehen an jeder Straßenkreuzung Feuerwehrleute mit einem Nikolausstiefel und bitten die vorbeifahrenden Autofahrer um eine Spende in eigener Sache.

   "Fill the Boot"

Am Lookout Pass, in einer Höhe von 1.420 Meter ist die Grenze zu Montana, die Uhr muss umgestellt werden (Mountain Standard Time). In St. Regis verlasse ich den Highway, die Strecke verläuft jetzt zwischen Bergen entlang von Flussläufen. Nach einiger Zeit werden die Berge flacher, die Landschaft öffnet sich: weites Land, gelbes Gras, einsame kleine Farmen mit vereinzelten schwarzen Rinderherden. Montana ist übrigens etwas größer als Deutschland, hat aber nur eine Million Einwohner.

Was mir in Montana bei der heutigen Strecke besonders auffiel waren trotz der breiten und gut präparierten Straße die vielen weißen Holzkreuze des "American Legion White Marker Highway Fatality Program" für die Verkehrstoten am Straßenrand, die die Autofahrer zur Vorsicht im Straßenverkehr anhalten sollen.Das letzte Stück für heute ist dann wieder landschaftlich sehr reizvoll, am Ufer des Flathead Lake entlang bis nach Whitefish.

 Clark Fork River  Montana  Whitefish

 

Sonntag, 16.8.2015

188 Tageskilometer

Heute ist Wandertag. Im Morgendunst sind die Berge des Glacier NP schemenhaft zu erkennen. Es ist fast wolkenlos bei knapp 20 Grad, ideales Wanderwetter. Nach einer halben Stunde und 42 Kilometern vom Hotel in Whitefish bin ich am westlichen Parkeingang und zahle die 25 $ Parkeintrittsgebühren. Bis zum Loganpass in 2.000 Metern Höhe sind es noch einmal 52 Kilometer. Für diese Strecke, die Going-to-the-Sun-Road brauche ich aber 1,5 Stunden, das zeigt, wie anstrengend die Auffahrt zum Berg ist. Sehr eng und kurvenreich schmiegt sich die Straße an die Felsen an, auf der anderen Seite Abgrund, man traut sich kaum hinunterzuschauen.

Auf der Passhöhe angekommen kommt die Enttäuschung, es ist Smog bei unter 10 Grad. Es riecht nach Rauch, der Nebel hat sich vermengt mit dem Qualm des Reynolds Fire, eines Waldbrandes im östlichen Teil des Naturparks, man kann kaum weitersehen als 20 Meter. Darüber hinaus sind alle Parkplätze hier überfüllt, ich muss warten, um einen Parkplatz zu erhalten. Da der Nebel sich nicht verzieht und die Sicht klarer wird, entscheide ich mich wieder vom Pass herunter zu fahren, um mir im Tal eine Wanderstrecke zu suchen. Autos über Autos kommen mir bei der Abfahrt entgegen, das muss einen Massenandrang auf der Passhöhe geben.

Unten im Tal das gleiche Bild, lange Wartezeiten bei der Parkplatzsuche. Beim Aufstieg durch ein Waldgelände am Avalanche Wildbach entlang zum Avalanche Lake herrscht ein Andrang wie auf einem Volksfest. Dabei hatten die Parkranger davor gewarnt, wegen der Bären im Park nicht alleine auf Wanderschaft zu gehen. Keine Wildtiere außer einigen Erdhörnchen zu sehen, noch nicht mal die versprochenen Mücken. Doch trotz allem, oben am See entschädigt das Landschaftspanorama für den mühevollen Aufstieg.

 Auf dem Rückweg durch ein Dorf mit dem Namen "Hungry Horse" gekommen.

 

Montag, 17.8.2015

715 Tageskilometer

Zunächst führt mich der Highway 83 in südlicher Richtung durch den Flathead National Forest, auf der einen Seite zwischen den 2.500 bis 3.000 Meter hohen Bergen der Rocky Mountains und auf der anderen Seite an Flüssen und Seen entlang. Rehe und Elke kreuzen die Fahrbahn, man muss schon höllisch aufpassen. Überall weisen Schilder auf die sehr hohe Waldbrandgefahr am heutigen Tag hin.

Nach etwa 100 Meilen geht das Waldgebiet in hügeliges Weideland mit Rinderherden und vereinzelten Farmen, auf deren Gelände Berge von verrosteten und ausgeschlachteten Autos und Landmaschinen stehen, über. Hinter Avon steigt die Straße wieder an, ich überquere am Mac Donald Pass den Continentel Divide bei unter 10 Grad Temperatur und habe von hier oben einen guten Überblick über die Landschaft von Montana.

 Weites Land Montana Jim Bridger, Scout  

Hinter Helena, der Hauptstadt von Montana, soweit das Auge reicht Rinderland und schnurgerade Straßen, deren Verlauf man kilometerweit sehen kann. Das Schild "You're entering Beef County" sagt eigentlich alles. Am Horizont zeichnen sich die schneebedeckten Gipfel der Rocky Mountains ab.

Von Livingstone an steigt die Straße entlang des Yellowstone River über 100 Kilometer bis zum Nordeingang des Yellowstone National Park. Die Eintrittsgebühren für den Park betragen 30 $ für 7 Tage.

Sinterterrassen Der 11 Meter hohe  "Liberty Cap"

Einen ersten Eindruck von den heißen Quellen des Yellowstone Naturparks erhält der vom Norden Kommende in Mammoth Hot Springs, wo aus vielen heißen Quellen Wasser über weiße oder gelbbraune Sinterterrassen stufenförmig herunter fließt.

Danach geht's jetzt aber ins Hotel, der Tag war lang genug.

 

 

Dienstag, 18.8.2015

213 Tageskilometer

Heute steht ganztägig der Besuch des Yellowstone National Parks auf dem Programm. Der Park wurde 1872 als weltweit erster Nationalpark gegründet. Mit einer Länge von 102 Kilometern und in der Breite von 87 Kilometern handelt es sich bei dem in etwa 9.000 km großen Park um eine alpine Hochebene in einer Höhe von meist über 2.000 Metern.

Bei der Einfahrt zum Park stoppt die Autoschlange immer wieder, dann sehe ich die Ursache: Ein Bison läuft gemächlich über die Straße und hält den Verkehr auf, ein stattlicher Bursche. Das soll heute noch öfter passieren. Ich fahre auf der unteren Loop mit dem Midway Geysir Basin, dem Old Faithful, dem West Thumb Geysir Basin, dem Yellowstone Lake und dem Norris Geysir Basin.

Schon von weitem sind die Dampfsäulen der Geysire zu sehen, von denen es hier ca. 300 aktive gibt (das ist die Hälfte aller weltweit noch aktiven Geysire), überall brodelt und zischt es aus der Erde. Die 70 Grad Celsius heiße Grand Prismatic Spring ist im Durchmesser mit über 60 Metern die größte und eine der brillantesten heißen Quellen des Yellowstone National Parks.

Beim mächtigsten Geysir, dem regelmäßig ausbrechenden "Old Faithful", wird auf einer Tafel immer die ungefähre Zeit der nächsten Eruption angegeben (zwischen 60 und 90 Minuten), was auch in etwa immer stimmte. Und im Norris Geysir Basin war das Gelände des Steamboat Geyser ebenfalls sehr beeindruckend.

Grand Prismatic Spring Grand Turquoise Pool Old Faithful Geysir

 

Mittwoch, 19.8.2015

Wandertag

Nach so vielen Fahrtkilometern in den letzten Tagen ist heute Wandertag im Yellowstone National Park zur Erholung angesagt. Zunächst bin ich im Park einige kleine Nebenstrecken abseits der Hauptstraße abgefahren, man konnte dort im Schritttempo die ursprünglich belassene Natur bewundern.

Wo es mir besonders gefiel, bin ich dann gewandert und habe die Tierwelt beobachtet. Überall gibt es auch einzelne Maultierhirsche und große Bisonherden zu sehen, da hat Buffalo Bill Cody wohl doch einige für die Nachwelt übriggelassen.

  Maultierhirschkuh mit Peilsender  

Wenn ich schon mal im Cowboyland bin ... abends habe ich ein Rodeo besucht. Nach der Nationalhymne und einem Cowgirl mit wehender amerikanischer Flagge ging's los. Beim Bareback Riding (Reiten von Wildpferden ohne Sattel) standen etliche Reiter und Reiterinnen auf dem Pferderücken die Zeit durch, beim Lasso werfen blieben stets die Kälber Sieger, beim Kälberfangen zu zweit haben es allerdings einige Paare geschafft, das Kalb einzufangen, und beim Bullenreiten blieben zwei Reiter fast die geforderten acht Sekunden oben sitzen, die übrigen lagen zum Teil schon nach zwei Sekunden auf der Erde.

 

 

Etappe 3:   Idaho, Utah, Arizona (Nationalparks)

vom Yellowstone National Park (WY) nach Phoenix (AZ)

 

Donnerstag, 20.8.2015

571 Tageskilometer

Von West Yellowstone geht es heute zunächst auf dem Highway 20 aus den Rocky Mountains ziemlich steil in die Ebene. Soweit das Auge reicht, Weideland mit riesigen Farmen und sehr großen Rinderherden.

Idaho Falls am Snake River, ein Konferenz- und Handelszentrum lebt von und mit Wasser. Wie es der Name schon sagt, die Wasserfälle des Snake River mitten in der Stadt und überall Brunnen in den Parks. Und aus der Downtown ragt der Idaho-Falls-Idaho-Tempel der Mormonen hervor, 44 Meter hoch mit dem Engel Mormon auf seiner Spitze.

Ich passiere die Staatsgrenze zum "Beehive State" Utah, der Name, Bienenstock Staat, soll an die alten Pioniertugenden der Mormonen, Fleiß und Ausdauer, erinnern. Ich komme ins Salt Lake Valley, linker Hand die Kette der Wasatch-Cache mit Bergen, die von 2.800 Metern Höhe bis zu über 3.500 Metern in Salt Lake City ansteigen.

   Beehive-State  Salzkruste

Auf dem Strand des Großen Salzsees liegt eine Salzkruste, die Luft flimmert hier überall, die Berge rund um Salt Lake City verschwinden im Dunst. Wie extrem, heute Morgen bin ich bei Temperaturen unter null Grad in West Yellowstone abgefahren und hier sind es jetzt 33 Grad Celius!

Salt Lake City wurde 1847 von den Mormonen (Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage) gegründet. Die Stadt ist deren religiöses Zentrum und Hauptstadt von Utah. Die Hälfte der 190.000 Einwohner gehören der Religionsgemeinschaft der Mormonen an, im gesamten Bundesstaat Utah sind es sogar 70 %. Entsprechend groß war und ist der Einfluss der Region auf die Politik. Salt Lake City liegt in einer Höhe von 1.350 Metern und breitengradmäßig etwa auf der Höhe von Neapel, ist Handels- und Bankenzentrum und war Ausrichter der Olympischen Winterspiele 2002. Die Stadt ist streng gitterförmig mit breiten Straßen in Ost-West- bzw. Nord-Süd- Richtung angelegt, wobei der Mormonentempel das Zentrum ist. Es gibt hier sogar eine Straßenbahn, außerdem ist die Stadt sehr Radfahrer freundlich, trotz des hohen Autoverkehrs.

County Building   Utah State Capitol

Das State Capitol von Utah wurde im gleichen Stil gebaut wie die in andern US-Staaten. Daneben liegt Salt Lake City's Marmalade District, der wegen der vielen Straßennamen von Obstbäumen dort so benannt wurde, aus deren Früchte dann Marmelade gekocht wurde. In diesem Stadtteil sind die Straßen eng, atypisch für die ansonsten schachbrettartig angelegte Stadt. Hier stehen noch viele Häuser aus der Gründerzeit, zum Teil sehr schön restauriert.

Auffallend sind die vielen „Heile-Familien-Skulpturen“, die überall im Stadtbild präsent sind.

 Heile Familien-Welt ...  ... als Skulptur ...  ... und in Wirklichkeit!

 

Freitag, 21.8.2015

Stadtbesichtigung

Im "This is the Place Heritage Park" wurde ein Dorf nachgebaut, welches aus originalen und restaurierten Häusern oder nachgebauten, historischen Gebäuden des Staates Utah besteht. Daneben sind aber auch Wohnanlagen der Natives dargestellt.

Der Park wurde um ein pompöses Monument für den Mormonenführer Brigham Young herum gestaltet, der bei dem Trail 1847 eine Gruppe Mormonenpioniere in das Salt Lake Valley geführt hatte und hier gesagt haben soll: "This is the Place" zur Gründung der neuen Mormonensiedlung.

Alles überragend ist der Tempelbereich in der Downtown mit dem Salt Lake Tempel, dem Tabernacle, der Assembly Hall und vielen anderen Gebäuden. Das Innere des Tempels durfte ich als Nicht-Mormone nicht besichtigen, selbst als ich anbot, ihr als Nicht-Katholikin bei einem Gegenbesuch das Innere des Kölner Doms zu zeigen. Schwester Mary lachte darüber, sie war sehr freundlich und zu Auskünften bereit, wie übrigens sämtliche Helfer auf dem Tempelgelände, die sich alle Schwester oder Bruder nannten.

    Modell des Tempels im Besucherzentrum - im Hintergrund der Tempel im Original

Äußerst interessant ist die Family History Library mit der weltgrößten genealogischen Datensammlung, auf die man an Ort und Stelle zurückgreifen kann, um sich seinen eigenen Stammbaum anzusehen.

Unterstützung bei der Arbeit mit dem Computer erhielt ich von einer älteren Dame, die mir das Gerät und das Programm erklärte. So freundlich sie das machte, glaube ich, hätte sie selbst einem Marc Zuckerberg und Bill Gates zeigen wollen, wie ein Computer funktioniert.

 

 

Samstag, 22.8.2015

609 Tageskilometer

Zunächst fahre ich die ersten 80 Kilometer in sehr lebhaftem Verkehr (Samstagmorgen um 7.30 Uhr - die Leute im Beehive State sind halt bienenfleißig) auf dem US Highway 15 nach Süden, dann geht es in südöstlicher Richtung über die US Highways 6 und 191 ruhiger weiter.

Vorbei an den Kohlenminen in der Wüstenlandschaft des Carbon County, der Boden ist wegen des hohen Salzgehalts unfruchtbar, es wachsen nur die wüstentypischen Pflanzen und Sträucher, kein Rind ist weit und breit mehr zu sehen. Die Felsböden sind ausgewaschen, haben aber interessante Formen. Am Straßenrand wird Dörrfleisch verkauft. Am Mittag bin ich am Eingang des Arches National Park angekommen.

 Carbon Valley Im Arches National Park  Im Arches National Park

Der Eintritt in den Park beträgt 10 $ für eine Woche, aber wer will schon so lange bei Temperaturen um 35 Grad im Schatten (hier ist nirgends Schatten) im Park bleiben. Japanerinnen schützen sich mit Regenschirmen vor der Sonne.

Mit dem Auto (Klimaanlage!) bis nach oben, zum Devil's Garden sind es 37 Kilometer an beeindruckenden Felsformationen aus rotem Sandstein vorbei, viele von ihnen haben einem Namen erhalten, die Zinnen (pinnacles), die Erhebungen (buttes), die Spitzen (spires) und vor allem die über 2.000 dokumentierten Steinbögen (arches) des Nationalparks in dieser Salzwüstenregion sind in über 100 Millionen Jahren durch Erosion entstanden.

 

Der Delicate Arch im Nationalpark ist das Wahrzeichen Utahs und eines der beiden Hauptmotive auf den Nummernschildern. Die Sicht auf manche Bögen kann man nur durch eine Wanderung erhalten, dann Hut auf und genügend Wasser mitgenommen, die Sonne ist unerbittlich. Am Wegesrand einige zurückgelassene Familienmitglieder, der Rest der Familie sammelt sie auf dem Rückweg wieder ein.

Tower of Babel  The Three Gossips (Klatschbasen)

Der Landscape Arch ist mit 92 Metern Spannweite einer der größten Bögen der Welt.

Ich verlasse den Nationalpark, die Landschaft bleibt wüstenähnlich, die roten Felsen werden langsam gelb bis weißlich gelb. Wenige Industrieansiedlungen in drei Dörfern, und das alles auf über 100 Meilen.

Spät nachmittags bin ich an meinem Etappenziel Fort Bluff angelangt, eine Siedlung, die 1880 von den mormonischen Pionieren des Hole-in-the-Rock Trails an der südöstlichen Ecke von Utah errichtet worden war. Ein Besuch im Freilichtmuseum dort ist sehr lohnend, die ursprünglichen Gebäude wurden nachgebaut und anhand eines Films und weiteren Informationen kann der beschwerliche Trail der damaligen Siedler sehr gut nachvollzogen werden.

 

Sonntag, 23.8.2015

90 Tageskilometer

Mein Hotel wird von Navajos geführt, es gibt keinen Alkohol. Deren Stammespolizei achtet auf das Alkoholverbot im gesamten Reservat: Indianern fehlt das körpereigenes Enzym ADH, das den Alkohol abbaut. Darum ist Wirkung von Alkohol bei denen viel stärker, länger anhaltend und viel mehr als bei uns gesundheitsgefährdend, daher stammt der Begriff „Feuerwasser“!

Heute erlebe ich einen weiteren Höhepunkt meiner Reise, den Besuch des Monument Valleys, das unter der Verwaltung der Navajo Nation steht. Da es am frühen Morgen einen gewaltigen Gewitterregen gegeben hat, ist die Luft klar, die Konturen der Berge sind sehr scharf. Ein Rabe versucht eine tote Schlange von der Straße zu ziehen. Bis zum Ausgangspunkt bei Goulding's Lodge sind es 45 Kilometer. Erste Andeutungen, was es zu sehen gibt, ist der Mexican Hat, ein Balancing Rock am gleichnamigen Ort.

Mexican Hat  Hogan - Lehmhaus der Navajos  

Wenn man auf das Tal zufährt hat man schon von weitem den Blick, den man von vielen Bildern kennt, ein Déja-vu-Erlebnis, die lange Straße bergab, an deren Endpunkt die berühmten roten Felsen sind. Die rote Farbe des ganzen Gebiets kommt übrigens vom hohen Eisendioxidgehalt in den Felsen.

Mit Hut, Sonnencreme und viel Wasser starte ich meine gebuchte dreieinhalb Stunden Jeep-Tour, man kann zwar mit dem eigenen Auto in das Tal fahren, aber zum einen sind die Straßen sehr gewöhnungsbedürftig und zum anderen fährt der Jeep in Teile des Tals, die für Privatfahrzeuge aus Gründen der Sicherheit gesperrt sind.

 Echo Cave Ruin  West Mitten Butte  Alte Kameraden

Zunächst wird ein Hogan besichtigt, ein Lehmhaus der Navajos, ganz original ist unser Hogan allerdings nicht, hier steht die elektrische Klimaanlage neben dem traditionellen Webstuhl. Unterwegs erklärt unser Scout die Namen der Felsen, die ihnen nach ihrem Aussehen gegeben wurden, wie z.B. "Big Indian", "Three Sisters" oder "Elephant Butte". Übrigens, überall wo der Jeep eine Fotopause macht, sind Verkaufsstände der Navajos mit Schmuck und anderen Waren, gutes Marketing.

Am bekanntesten ist aber die Felsformation am John Ford's Point. Auf und von diesem Felsplateau hat der Regisseur John Ford sehr viele Einstellungen für seine Western Filme gemacht, unter anderem mit John Wayne. Aber auch Szenen aus anderen Filmen wie z.B. "Easy Rider" oder "Thelma und Louise" wurden hier gedreht. Und wer kennt nicht das Bild vom Marlboro Mann im roten Hemd auf dem Pferd mit Blick auf die Berge. Ein Navajo im roten Hemd ließ sich denn auch dort an der Stelle gegen einige Dollars fotografieren. Mir war das Ganze sogar 10 Dollar wert, dafür durfte ich dann auf das Pferd steigen und mich an gleicher Stelle fotografieren lassen, ein etwas mulmiges Gefühl so nah am Abgrund, aber das Pferd blieb stillstehen.

 John Ford Point    John Ford Point mit Marlboro Mann - das rote Hemd war in der Wäsche

So stark wie die Felsen und das ganze Monument Valley auf mich gewirkt haben, der Besuch des Tals ist ein unbedingtes Muss, wenn man in dieser Region der Vereinigten Staaten von Amerika ist.

  

Montag, 24.8.2015

667 Tageskilometer

Auf zur letzten Etappe meiner Reise, ruhig geht die Fahrt durch das Navajo & Hopi Nations Gebiet. Orte und andere geographische Bezeichnungen sind in der Sprache der indigenen Einheimischen oder vermehrt in spanischer Sprache. Rinder- und Pferdeherden in der Black Mesa Hochebene weisen wieder auf Weideland hin, in der Ferne die Silhouette des Monument Valleys. Ich bin in Arizona, je näher ich an den Abzweig zum Grand Canyon kommen wird der Verkehr lebhafter.

Auf dem Navajo Trail (US 160) passiere ich den Marsh Pass (2.025 Meter), der wunderschön in das rotbraune Gestein geschlagen wurde. Was aus der Ferne wie zwei große Indianerzelte aussieht, entpuppt sich beim Heranfahren als attraktive Felsformation Elephant’s Feet. Direkt daneben haben Einheimische einen Verkaufsstand aufgebaut und bieten indianisch angefertigten Schmuck und andere entsprechende Waren an, wie im Übrigen hier im Reservat jeder an der Straße liegende als Trading Post bezeichnete Shop.

Cameron am Little Colorado River  Am Highway 89  Elephant's Feet am Highway 89

Noch ein Pass durch die bis zu 3.800 Metern hohen Berge des Coconino National Forest nach Flagstaff. Ein kleiner Umweg parallel zum Highway über die Route 66 durch die historische Downtown muss sein, Erinnerungen an meine Harley Tour 2009 werden wach!

Südlich von Flagstaff auf einen Bypass zur US 17 geht die Fahrt durch den Red Rock County. In Sedona, wo die Häuser größtenteils im spanisch-mexikanischen Adobe Stil in der rotbraunen Farbe der umliegenden Felsen gehalten wurde, liegt die interessante Chapel of the Holy Cross, die in die Felsen des Red Rock Massivs hineingebaut wurde. Von hier oben hat man eine herrliche Aussicht auf Sedona und ahnt, warum die Stadt als "Beverly Hills on the Rocks" bezeichnet wird.

   Chapel of the Holy Cross in Sedona  Blick auf Sedona

Fünf Meilen abseits der US 17 liegt Montezumas Castle National Monument über einem kleinen See, der unterirdisch täglich mit 5,5 Millionen Litern warmen Wassers gespeist wird. Am See in einer Felsnische in die Wand herein gehauen liegen die nur über Leitern erreichbaren Behausungen der Sinaguas. Die ersten Spanier, die hierhin auf der Suche nach Gold kamen, glaubten ein Schloss der Azteken gefunden zu haben, daher der Name Montezumas Castle. Die Höhlen kann man nur von außen besichtigen, aber ein ökologischer Lehrpfad über Wüstenpflanzen ist drumherum angelegt, bei 40 Grad im Schatten Gottseidank nur sehr kurz.

 Montezuma Well  Behausungen der Sinaguas  Briefkästen am Wegesrand

Nach über 5.500 Kilometern mit dem Auto, die Umwege zu den Sehenswürdigkeiten inbegriffen, und 1.870 Kilometern Seereise bin ich am Endpunkt meiner Tour in Phoenix angekommen.

  

Dienstag, 25.8.2015

Stadtbesichtigung und Erholung

Heute ist Ruhetag im Royal Palms Hotel Phoenix, mein Tagebuch wird fertiggestellt, vielleicht noch etwas umgeschrieben, wenn zu Hause die Bilder eingefügt werden. Auf meiner langen Reise habe ich nämlich in keinem meiner gebuchten Hotels einen Computer mit SD-Anschluss vorgefunden, und manche Hotels hatten noch nicht einmal einen Gäste-Computer, um die Bilder von meinem Fotoapparat zu übertragen.

 

Royal Palms Hotel Phoenix  St. Mary's Basilica  Arizona Center

Der Hitze zum Trotz, Phoenix ist heute laut Wetterbericht wieder die heißeste Großstadt der USA mit 45 Grad im Schatten, habe ich mir noch die Downtown angeschaut mit der St. Mary's Basilika, dem Heritage Square als Relikt der viktorianischen Zeit und dem Arizona Center.

Rosson House Silva House  Phoenix Heritage Center

 

Mittwoch, 26.8.2015

Flug über Atlanta nach Miami

 

 

Reisetabelle

 

 

Datum
Kilometer Meilen Dauer nach  Übernachtung
Di 4.8. Flug von Miami nach Anchorage über Atlanta    Ramada Anchorage Downtown
Mi 5.8. Bahnreise und Schiffstour nach Seward und zum Kenai Fjords National Park Ramada Anchorage Downtown
Do 6.8.

98 km

(134 km)

 61 mi

(83 mi)

1:20

5:45

Whittier

Fähre Valdez

 

Mountain Sky Hotel & Suites

Fr 7.8. 415 km  258 mi 4:30 Tok Young's Motel
Sa 8.8. 466 km 290 mi 5:30 Haines Junction Raven Hotel
So 9.8. 178 km 111 mi 1:40 Whitehorse Coast High Country Inn
Mo 10.8. 182 km 113 mi 2:40 Skagway Fähre (verkehrt nur montags)
Di 11.8.       auf See  Fähre M/V Columbia
Mi 12.8.       auf See  Fähre M/V Columbia
Do 13.8.       auf See  Fähre M/V Columbia
Fr 14.8. 605 km 374  mi 7:00 Coeur d'Alene Shilo Inn
Sa 15.8. 371 km 221  mi 4:00 South Whitefish BW Rocky Mountain
So 16.8. 188 km 117 mi   South Whitefish BW Rocky Mountain
Mo 17.8. 715 km 444  mi 7:30 West Yellowstone Brandin Iron Inn
Di 18.8. 213 km 132 mi   West Yellowstone Brandin Iron Inn
Mi 19.8. 97 km 60 mi   West Yellowstone Brandin Iron Inn
Do 20.8. 571 km 355 mi 4:50 Salt Lake City Little America Salt Lake
Fr 21.8. 24 km 15 mi   Salt Lake City Little America Salt Lake
Sa 22.8. 609  km 378  mi 5:30 Bluff Desert Rose Inn
So 23.8. 90 km 56 mi   Bluff Desert Rose Inn
Mo 24.8. 667  km 414  mi 6:30 Phoenix Royal Palms Hotel
Di 25.8. 40 km 25 mi   Phoenix Royal Palms Hotel
Mi 26.8. Flug von Phoenix nach Miami über Atlanta  
           
  3.530  km 2,204  mi     23  Tage